Wer sich beschwert, ist ein Querulant.

Mit dieser Aussage werden sich viele Menschen anfreunden können, denn im Allgemeinen stören Beschwerden und Kritik den "Betriebsfrieden" und man zögert sehr lange, bis man sich beim Nachbarn über die zu laute Musik auf der Terasse beschwert.

Das ist meistens auch richtig so, macht es doch das Miteinanderleben im Allgemeinen leichter – wenn man nicht zu lange wartet. Allerdings hilft dieses Verhalten beim Fluglärm gar nichts.

Denn:

Wer legt die Flughöhen fest? Die Deutsche Flugsicherung (DFS), also die Fluglotsen, der Tower etc.

Wer legt die Flugrouten fest? Die DFS.

Wer kontrolliert die Einhaltung der Höhen und Routen? Die DFS.

Das ist, als wenn man dem Bock auftragen würde, darauf zu achten, dass die Blumen nicht angefressen werden. In der Vergangenheit mag das ausgereicht haben. Aber die Flugbewegungen nehmen zu, immer mehr Menschen z.B. fliegen in den Urlaub.

Was passiert, wenn wir uns beschweren?

Die DFS muß den Beschwerden nachgehen. Hat sich tatsächlich ein Pilot nicht an die Vorgaben gehalten, so kann er und/oder die Fluggesellschaft ein Bußgeld bekommen.

Beschweren wir uns nicht, passiert nichts. Auch wenn die DFS vielleicht davon weiß.

Also: Wer sich über Fluglärm beschwert, ist kein Querulant!

 

Warum fliegen manche Flugzeuge nicht da, wo sie sollen?

Die DFS kann den Flugzeugen erlauben, andere Strecken zu fliegen. Z.B. abzukürzen, um den Anschlußflug zu erreichen bzw. Verspätungen einzuholen.

Nur Druck aus der Bevölkerung kann dazu führen, dass die DFS das Anflugverfahren ändert und weniger Flugzeugen erlaubt, abzukürzen.

Nutzen Sie also die Beschwerdemöglichkeiten vom DFLD! Damit helfen Sie sich selbst und Ihren Mitmenschen. Vor allen denen, die gerade eben keine Lärmschutz-Ausgaben mehr von der Fraport bezahlt bekommen.