Geld verdienen leicht gemacht.

Tatsächlich ist es so, dass Königstein keinerlei Bautätigkeiten – außer Tiefbauarbeiten (Straßenbau) – selbst organisiert oder durchführt. Große Projektplanungen werden den Investoren überlassen. Beispiele: Mammolshainer Höhe, Schneidhainer Sportplatz und neu: Wohngebiet am Kurbad.

Warum fragt sich niemand, ob man die Gewinne, die die Invesoren einfahren, nicht auch selbst machen kann? Antwort: Das können die beim Bauamt nicht, da ist die Stadt mit überfordert. Und die Stadt dürfe keinen Gewinn machen.

Richtig.

Aber warum kann sich die Stadt nicht jemanden (d.h. einzelne Personen, Fachmenschen) engagieren, der das kann? Das würde sich sogar rechnen!

Beispiel: Alternativplanung für den Schneidhainer Sportplatz

Schrebergärten und Streifen entlang der Wiesbadener Straße (ca. 3.800 m²) wird auf dem freien Markt verkauft. Der Bodenrichtwert beträgt durchschnittlich der umliegenden Gebiete 350 €/m². Verkaufserlös wären 1,33 Mio. €. Für 680.000 € gibt es einen neuen Kunstrasen und für das Vereinsheim bleibt noch 650.000 € übrig.
Diese Aufgabe würde auch unsere Verwaltung schaffen.

Beispiel 2: Alternativplanung für den Schneidhainer Sportplatz, Stadt baut und verkauft selber.

Das gleiche Grundstück wie eben. Es werden Wohnungen errichtet (GRZ 0,6, GFZ 1,2 wie im Bebauungsplan S12) mit ca. 12.666,67 m² Wohn-/Nutzfläche.
Baupreis mit 2.500 €/m² = ca. 32 Mio. €
Verkaufspreis mit 3.500 €/m² = 44,5 Mio. €
Gewinn = 12,5 Mio. €

Damit ist denkbar, dass von diesem Geld locker folgendes bezahlt werden kann:

– Kunstrasenplatz 680.000 €
– Vereinsheim 1,2 Mio. €
– Flutlichtanlage und Soundsystem 500.000 € (geschätzte "Hausnummer")
– Zwei Architekten zum Beispiel für zwei Jahre, jeder 10.000 €/Monat (Arbeitgeberkosten, der Arbeitnehmer bekommt ca. 4.500 €) und 13. Gehalt = 780.000 € (Zeitverträge sind heute gang und gäbe!)

Übrig bleibt: 9.340.000 €, also ca. 9 Mio. € für die Stadtkasse!

Und wenn es denn sein muss, weil die Stadt ja keinen Gewinn machen darf, dann gründen wir eben doch noch eine GmbH, das ist hinlänglich erprobt.