Das Smartphone ist tot, es lebe das – ja, was?

(08.06.2017)

Das Smartphone ist tot – das ist eine sehr provokante Aussage, die man, wenn man sich die Verkaufszahlen von z.B. Samsung und DeX anschaut, eigentlich nicht unterschreiben kann. Windows Phone/Windows 10 Mobile ist tot, ja, da stimmt die Aussage, wird dafür im Gegenzug geäzt. Versuchen wir einmal die Sache sachlich aufzudröseln und wagen wir einen spekulativen Blick in die Zukunft.

Schauen wir uns Apple an

Was hat Apple gemacht? Sie haben in der Vergangenheit immer wieder bereits vorhandene Hardware genommen und mit neuem, frischen Design (das sie zum Großteil allerdings sehr an Braun angelehnt haben) wieder auf den Markt gebracht. Überhaupt haben sie es verstanden, die Mode des reinen Existenzialismus, des Spartanischen, des Aufgeräumten, des Minimalismus, des leeren Raums, überhaupt der „Leere“ in die Designsprache ihrer Geräte zu übersetzen. (Die Software konnte daher – logischerweise – nur das nötigste, das aber ziemlich fehlerfrei.) Dies haben sie mit hervorragendem Marketing umgesetzt und als „Must-Have“ am Markt platziert. Sie haben damit absolut den Nerv der Zeit getroffen und natürlich damit abgeräumt. Ein wenig schwimmt Microsoft nun mit seiner Surface-Reihe auf dieser Welle mit: Hochwertige, minimalistische, stylische Geräte.

  • Es gab Desktop-PCs mit Microsoft Software und dann kam der iMac. (Und jetzt das Surface Studio.)
  • Es gab verschiedene unbedeutende Player und dann kam der iPod. (Microsoft hatte den Zune-Player, der floppte.)
  • Es gab Handys mit Internet-Anbindung von Microsoft mit Windows CE/Windows Mobile, die noch viel mehr konnten, die aber stiftbasierend und reine Businessgeräte waren. Und dann kam das touch-basierte iPhone. (Microsoft hat dann diese Touch-Welle verschlafen und Google mit Android das Feld überlassen. Nokia war ein Versuch, hier noch aufzuholen.)
  • Dann hat Apple das iPhone vergrößert (damals mussten Smartphones wie ihre Vorgänger-Handys noch möglichst klein sein) und es iPad genannt. (Microsoft hat die Welle der iPads mit Windows RT nur sehr, sehr mager beantwortet, sie waren einfach zu spät. Sie haben die Scharte aber mit den Surface-Geräten hervorragend ausgewetzt.)

Und wie sieht es heute aus?

  • Smartphones mit Windows 10 Mobile (Windows Phone 8/8.1) fristen leider nur ein Nischendasein.
  • Bei den Tablet-Verkäufen überholt Microsoft mit Windows 10 inzwischen die Konkurrenz
  • Bei den Desktops ist Microsofts Stellung nach wie vor ungebrochen.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass Apple sehr guten Erfolg damit hatte, Vorhandenes aufzuhübschen und teuer, mit weniger Funktionen und sehr gutem Marketing auf den Markt zu bringen. Apple hat damit allerdings keine grundsätzlichen Innovationen hervorgebracht (selbst Touch gab es schon), aber vorhandene Nischenprodukte (mit Ausnahme des iPads) für einen sehr großen Käuferkreis interessant und nutzbar gemacht. Auffällig ist, dass der Erfolg von Apple da am größten und sichtbarsten ist, wo Consumer involviert sind. Der große Business-Bereich ist aber leider für den normalen Kunden unsichtbar. Damit ist der Consumer-Bereich in der öffentlichen Wahrnehmung dominierend und verzerrt letztlich das Bild von Microsoft bzw. reduziert Microsoft eben auf den „Verlierer“ im Consumer-Bereich.

Schauen wir uns Microsoft an

Softwareentwicklung ist die Kernkompetenz von Microsoft. Damit verdienen sie ihr Geld. Ganz am Anfang war es DOS, Unix (Xenix), OS/2 (Kernel-gleich mit Windows NT), Windows, dann Office, heute ist es IoT und Azure, sowie Software as a Service. Üblicherweise funktioniert das Geschäft mit der Softwareentwicklung aber nur dann gut, wenn man es schafft, die Bedürfnisse des Kunden zu verstehen und Optimierungsmöglichkeiten, die der Kunde noch gar nicht sieht, zu adressieren.

Beispiel Office

  • Anfangs war man froh, wenn man einen Brief oder eine Doktorarbeit mit dem PC schreiben konnte. Bilder, Tabellen oder Grafiken wurden meist freigelassen und nachträglich mit Klebstoff auf dem Papier eingeklebt. Fußnoten und Seitenzahlen waren extrem schwierig. Dann wurde alles fotokopiert. Zwischendurch wurde ein Probedruck gemacht, um das Layout zu überprüfen.
  • Der nächste Schritt war die Fähigkeit, Elemente aus anderen Büroprogrammen importieren zu können, OLE bzw. ODBC nannte sich das. Der Zwischendruck entfiel, man hatte ja WYSIWYG (what you see ist what you get). Das ist inzwischen so normal, dass die Begriffe dafür keiner mehr kennt. Fußnoten und Seitenzahlen sind simpel.
  • Dann kam die Möglichkeit, Dokumente und Dateien per E-Mail versenden zu können. Ich habe noch per Post verschickte, abgeheftete (d.h. gelochte!) und gefaxte Floppys gesehen. Heute werden Dateien über die Cloud geteilt. Es ist normal.

Der Fokus lag am Anfang auf dem, was man tun wollte und damit auch sehr viel auf den Geräten, ob diese das überhaupt von der Leistungsfähigkeit her konnten. Früher war es immer eine Geduldsprobe, den PC zu starten, Dateien zu kopieren, man ging einen Kaffee trinken. Der Fokus lag darauf, ob man das Gewünschte mit dem PC überhaupt tun konnte. Allein das Brennen einer CD erforderte eine Festplatte mit 700 MB freien Speicherplatz. Eine Festplatte mit 1 GB war eine Sensation! 1996 lief die ganze Abteilung zusammen, als der erste Kollege einen PC mit diesem Wunderwerk der Technik erhielt. Er wurde dann unser Disk-Jockey… Die Bedürfnisse reichten immer genau so weit, wie sie der PC auch erfüllen konnte. Darüber hinausgehende Wünsche wurden anfangs trotz des Booms noch als Utopie betrachtet. (Heute sind solche Wünsche schon normal, die Erwartungshaltung hat sich komplett geändert. Die Entwicklungsgeschwindigkeit hat sich anscheinend verlangsamt, was wieder viele Wünsche utopisch erscheinen lässt.)

Der Mensch, das soziale Wesen

Inzwischen wurde hier eine Sättigung erreicht, es gab kaum noch etwas alltägliches, was man mit der EDV (Smartphones gehören dazu!) nicht machen konnte. Der Fokus verschwand dann von der Hardware und auch der Software und legte sich immer mehr auf das, was den Menschen eigentlich ausmacht: Das Interagieren mit anderen Menschen. Nicht anders ist der Aufstieg der sozialen Netzwerke zu interpretieren. Die Microsoft nach meinem Empfinden verschlafen hat. Naja, Microsoft ist eben auch nicht (immer :-)) hellsichtig.

Allerdings ist das auch verständlich: Microsoft hat nie Software in erster Linie für den Consumer entwickelt, Business stand immer im Vordergrund und steht auch heute immer noch im Vordergrund. Die Vorgehensweise von Apple ist also grundverschieden von der von Microsoft. Apple produziert in erster Linie für den Consumer. Auch die Entwicklungszyklen sind sehr viel unterschiedlicher. Apple hat für sein Smartphone etwa drei Jahre gebraucht, bis es marktreif war. Eine neue Windows-Version hat dagegen in aller Regel eine Vorlaufzeit von mindestens fünf oder sechs Jahren, auch heute noch! Das ging in der Vergangenheit sogar so weit, dass die Entwickler an etwas programmierten, was mit der aktuellen Hardware gar nicht benutzbar war – deshalb hat auch das Zusammenspiel mit Intel immer so gut funktioniert.

Anmerkung: Ein Wort zu Android und Google/Alphabet. Google füllte die Lücke, die Microsoft und Apple im Consumerbereich bei den Suchmaschinen und im Low-Budget-Bereich bzw. bei der Geräteauswahl offen ließen. Alphabet füllte auch die Lücke beim Analysieren der Werbung bzw. deren Akzeptanz beim Kunden – was bis dahin Aufgabe des Kunden selbst war. Kernkompetenz und Milchkuh von Google ist und bleibt daher die Werbung.

Die Plateauphase ist erreicht

Auf der Ebene der Consumer-Software – Bürosoftware und auch Betriebssystem – ist mittlerweile die Plateauphase erreicht worden. Es gibt – auch bei Office – kaum noch neue Funktionen, es ist alles da, was man braucht. Bei der Hardware ist es ähnlich. Ich habe mir vor fünf Jahren einen 13“-Laptop  mit i7 und einer fürstlichen SSD mit 128 GB geleistet, weil ich nach den Erfahrungen mit 286, 386, 486 und Pentium davon ausging, dass nach dem i3, dem i5 und dem i7 bestimmt irgendwann ein i9 und ein i11 kommen würde und ich möglichst lange Up-to-Date bleiben wollte. Inzwischen ist ein i5 völlig ausreichend, nur die Festplatten werden immer größer. Auch hier ist also die Plateauphase erreicht worden.

Inzwischen ist zwar ein i9 angekündigt worden, aber Hand aufs Herz: Solange die Datenverbindungen im Schnitt noch derartig langsam sind, ist in aller Regel diese der begrenzende Faktor und nicht die Rechenleistung der CPU. Die Rechenleistung wird in dieser Leistungsklasse nur für extrem rechenintensive Anwendungen benutzt, z.B. sehr große und komplexe Excel-Tabellen, Datenbanken, aber auch komplexe Spiele ohne oder mit untergeordneter Internetanbindung. Interessanter wird es hier erst wieder dann, wenn allgemein nicht mehr 100 MBit/s das Maß aller Dinge ist, sondern GBit-Anbindungen Standard sind. Das bedeutet aber Glasfaser bis ins Haus, neue DSL-Komponenten oder Mobilfunk G5 mit entsprechender technischer Umsetzung, das dürfte noch rund fünf oder mehr Jahre dauern. In Firmen mit Glasfaser-Verkabelung ist das aber nicht mehr utopisch – dies trägt die neue Version für leistungsstärkere PCs, mit Server-Funktionen (Windows 10 Workstation), Rechnung.

Der einzige Ort, an dem aktuell noch sehr viele Entwicklungen und Neuerungen stattfinden, ist das Internet bzw. die Datenverarbeitung und -speicherung im Internet. Microsoft ist da mit Windows 10 IoT sowie Azure (Azure ist RIESIG, eben nicht nur Server-Hosting) hervorragend aufgestellt. Dagegen scheinen mir die Amazon- und Google-Dienste im Business-Bereich vergleichsweise sehr, sehr mager.

Was folgt nach der Plateauphase? Im Allgemeinen, wenn man sich wirtschaftliche Veränderungen ansieht, folgt auf eine Phase der Stagnation entweder etwas völlig neues, ein Entwicklungssprung, und/oder die Konsolidierung. Zumeist ist allerdings die Konsolidierung einen Tick schneller, weil sie einfacher ist. Ein Beispiel für etwas neues ist das Smartphone im Ohr (Bragi Dash) oder die Hololens. Oder das noch unbekannte „kategoriedefinierende Gerät“, a.k.a. „Surface Phone“.

Die Konsolidierung

Microsoft hat diese Phase der Stagnation schon lange erkannt und vorausgesehen. Denn Windows ist im Großen und Ganzen, was die Basisfunktionen angeht, ausentwickelt. Deshalb planen und arbeiten sie bereits seit Jahren (!) an OneCore, OneWindows und den Cloud-Diensten (Azure). Der erste Schritt in diese Richtung war Windows 2000/XP mit seinem Windows-NT-Unterbau. Die Software wird immer integrierter, immer umfassender. Und genauso, wie auch die Entwicklung die letzten Jahrzehnte war, versucht Microsoft auch hier wieder die Hardwarehersteller zur Produktion der benötigten Hardware zur eigenen Software zu animieren. Damit wiederum die Software den nächsten Schritt gehen kann und alle Hardware-Plattformen integrieren kann. Hardware und Software befruchten sich gegenseitig, wobei ich den treibenden Motor aber auf der Seite der Software sehe. Das Ziel heißt deshalb aktuell auch nicht von ungefähr Windows 10 ARM. Das ist die Konsolidierung der Software.

Das Verschmelzen der Windows-Versionen hin zu OneWindows

Das Verschmelzen der Windows-Versionen hin zu OneWindows

Und der nächste Schritt wäre also auch eine Konsolidierung auf Hardwareseite. Das ist zum einen auch eine Diversifizierung nach Nutzerbedürfnissen, zum anderen aber auch das Zusammenfassen mehrerer verschiedener Nutzerbedürfnisse in einem Gerät: 2-in-1, 3-in-1. Das sehen wir bereits sehr deutlich an der Surface-Reihe: Sehr große, stationäre PCs (Hub, Studio), verschiedene mobile PCs (Pro, Book, Laptop). Allen fehlt aber die prinzipielle Telefonie und dem Smartphone fehlt die prinzipielle Bürotauglichkeit (es ist zu klein bzw. Continuum nicht mächtig genug).

Logischerweise muss also als nächstes sinnvolles Gerät ein Smartphone-kleines Gerät folgen, mit voller Bürotauglichkeit („vergrößerbar“ oder weiterentwickeltem Continuum/Cshell oder Projektion) und Telefonie.

Und was kommt danach?

Was dann danach, nach dem kategoriedefinierendem Gerät, kommt, ist natürlich – noch – zum Großteil Fantasie. Einen kleinen Blick auf die Zukunft kann man werfen, wenn man sich die Entwicklung in Asien ansieht: WLAN überall, Datenflat für lau, überall Ladestationen für Laptop und Handy, wirklich überall, an jeder S-Bahn-Haltestelle steht eine Dockingstation… Alleine das ist für uns schon ein Traum. Das Arbeiten wird mobil, siehe Deutschland-Zentrale von Microsoft.

Arbeitswelt früher und heute

Als Microsoft 1998/99 in Unterschleißheim baute, war Klimatechnik und Nullenergie, sowie ein dickes Glasfaser-Backbone der letzte Schrei. Man war schon weg von den damals noch modernen, aber ungemütlichen und zugigen Großraumbüros und auf dem Weg hin zu flexiblen Bürogrößen, persönlich einstellbaren Arbeitsplatzlampen, ganz nach Bedarf der „Insassen“ – Einzelkämpfer, oder kreative Gruppenmenschen. Inklusive hauseigenem Sportstudio.

Absolut modern und ultraflexibel ist da die neue Zentrale in Schwabing. Hier wird nicht mehr jedem ein Platz zugewiesen, sondern jeder sucht sich seinen Platz nach dem Anspruch der Arbeit, die er erledigen will: Konzentriertes, ruhiges Arbeiten, Telefonieren, kleine oder große Besprechungen etc. Nur für einen Teil der Mitarbeiter ist überhaupt Platz vorhanden, es könnten gar nicht alle gleichzeitig in der Zentrale arbeiten. Dahinter steht gleichzeitig auch die Verantwortung und die Freiheit, die Microsoft jedem Mitarbeiter zubilligt: Die Freiheit, die Verantwortung für seinen Aufgabenbereich selbst zu übernehmen und selbst entscheiden zu dürfen, wie und wo (zuhause, im Büro, beim Kollegen, im Café) er diese Verantwortung am besten erfüllt. Das Korsett bildet der halbjährliche Performance Review: Habe ich die (selbst) gesteckten Ziele erreicht? Danach wird über den flexiblen Anteil des Gehalts entschieden.

Das spiegelt nur die Arbeitsrealität von heute wider. Wer ist heute nicht mehr über Handy nach der offiziellen Arbeitszeit erreichbar? Wer nimmt seine Arbeit nicht noch aus Loyalität zu seinem Arbeitgeber mit nach Hause? Wer arbeitet eventuell schon viel von zuhause aus? Wer kennt seine Kollegen nur noch per Telegramm oder Skype? Die Arbeit wird mobil, die Bahn macht Werbung mit dem Arbeiten im Zug.

Mobile Arbeitswelt, mobile Geräte

Und welche Geräte braucht man dafür? Mobil müssen sie sein, Datenflat, Telefonie, möglichst klein zum Transport, möglichst groß beim Ansehen und bequem beim Schreiben. Und ja, Datenschutz ist auch wichtig. Ein großer 17“-Bildschirm im Zug, wo jeder Nachbar mitlesen kann, was man gerade tippt, ist unangenehm. Und ein solcher Laptop auch nicht wirklich mobil und viel zu unhandlich. Kleinere Größen so um die 12-13“, also etwa DIN-A4-Größe, sind da praktischer und passen in jede Umhängetasche. Welche Größe haben Surface Book, Surface Pro und Surface Laptop? Noch kleinere Größen werden zunehmend unpraktischer für die Arbeit.

Einen Ausweg würde hier die Hololens bieten: mit einer eingeblendeten Tastatur auf dem Tisch vor einem, auf der man bequem tippen kann. Keiner kann mitlesen. Im Auto wäre die gleiche Eingabeweise unpraktisch, da hilft dann die Sprachsteuerung, unterstützt mit ein paar Gesten, weiter. Aber das ist – noch – pure Fiktion. Ob wir irgendwann einmal das Verbot des Tragens einer Hololens am Steuer eines PKWs erleben werden?

Hier ein Video, das mich sehr beeindruckt hat (eventuell kennt Ihr es schon…). Mein Bruder war nach seiner Ausbildung auch mal in Asien, da wurden genau solche Displays gerade entwickelt. Das war Mitte der 90er Jahre – das ist jetzt also etwa 20 Jahre her. Und bis wir diese Displays werden kaufen können, vergehen bestimmt nochmal einige sehr lange Jahre.

Consumer vs. Business

Hardware

An dieser Stelle muss ich einmal ein paar Worte zu Consumer und Business verlieren. Was ist Consumer, was ist Business? Consumer bezeichnet letztlich die Geräte für den Massenmarkt. Die sind nicht nur preisgünstiger, sondern auch „oberflächlicher“. Das Aussehen spielt häufig eine größere Rolle als die inneren Werte. Dagegen sind Business-Geräte wesentlich langlebiger, hochwertiger und „stabiler“. Und damit auch teurer. Der Qualitätsanspruch an Businessgeräte ist im allgemeinen um einiges höher als an Consumergeräte, wobei die Consumer in den letzten Jahren, dank Apple, um einiges aufgeholt haben. Und die Business-Geräte sind „hübscher“ geworden.

Der Qualitäts- und letztlich Preisunterschied ergibt sich aus den verwendeten Bauteilen. Unser erster privater Server (das „Blech“) läuft mit rundfünf Tagen Downtime (Umzug und Umrüstarbeiten) seit 2002 Non-Stop durch. Das macht kein Consumer-PC mit, der ist auf etwa 40 Stunden Laufzeit pro Woche ausgelegt, Lebenszeit ca. zwei Jahre, das sind in Summe rund 4.200 Stunden Laufzeit. Die hatte unser Server (das reine „Blech“) bereits nach gut sechs Monaten (!) bereits hinter sich. Und er läuft jetzt seit 15 Jahren und läuft und läuft und läuft… Er läuft solange weiter, bis wir ihn endgültig ersetzen müssen, weil die Software nicht mehr kompatibel ist.

Heute stellt sich die Unterscheidung Consumer/Business so nicht mehr ganz, die Grenzen verschwimmen. Auch Business-Kunden wollen stylische Geräte (siehe die bunten Surface), und Consumer geben auch gerne mehr Geld aus, wenn der PC dafür länger hält und/oder optisch etwas „hermacht“ (siehe Apple). Schließlich ist auch die Nutzungszeit bei den Consumern in die Höhe gegangen. Waren es in den 90er Jahren noch etwa zwei bis drei Stunden die Woche, sind wir heute beim etwa vierfachen, die PC-Spieler einmal ausgenommen. Aber die waren ja schon immer „besonders“, nicht wahr?

Wenn also Microsoft sagt, dass sie sich mehr auf den Business-Bereich konzentrieren wollen, so bedeutet das nicht, dass die Consumer allein gelassen werden. Sie legen nur mehr Wert auf Qualität und verzetteln sich nicht mit irgendwelchen Gimmicks, die übermorgen schon wieder old-fashioned wirken. Ob allerdings die Consumer in der Lage sind, die hochpreisigen Geräte von Microsoft zu kaufen, ist hier nicht die Frage. Es ist eher die Frage, ob Microsoft den Billigherstellern den Markt kaputt machen darf, oder nicht doch seine sicherlich absolut hochpreisigen Geräte vielleicht einen Tick teurer verkaufen sollte, als notwendig. Sicherlich verdient Microsoft mit seiner Hardware-Sparte auch Geld. Und solange das so ist, werden sie auch weiterhin Hardware anbieten. Aber es ist ganz gewiss nicht ihr Lebensinhalt: Schuster, bleib bei Deinem Leisten!

Software

Consumer und Business auf die Software bezogen ist allerdings etwas ganz anderes. Hier treffen wir wieder die 80-20-Regel (Pareto-Prinzip) wieder. Firmen haben eben ganz andere Ansprüche an Netzwerkfunktionen als ein privates Zuhause. Demzufolge sind alle Versionen gewissermaßen auch nur Subsysteme von Windows 10 OneCore. Und die Consumer sind letzten Endes die Nutznießer der Business-Ansprüche. Aus Windows NT wurde Windows XP, d.h. die Consumer-Windows-Version bekam den Business-Unterbau. OneDrive (Personal) ist im Prinzip auch nur ein stark eingeschränktes OneDrive for Business. Mail und Kontakte können heute sehr viel mehr als Outlook noch vor einigen Jahren. Hier mal eine Grafik, um die Zusammenhänge klarer zu gestalten. (Wer sich mit Mengenlehre auskennt, hat es leichter.) Für ARM (inkl. Windows 10 Mobile) würde die Grafik allerdings wieder etwas anders aussehen. Bezüglich der Module ist sie natürlich auch nicht vollständig, diese dienen nur zur Veranschaulichung.

Referenzgeräte

Vor diesem Hintergrund ist auch die Aussage, sich auf Referenzgeräte zu reduzieren, verständlich: Sie überlässt den OEMs das Feld – und den Consumer-Markt. Damit hat Microsoft genau wieder diese Funktion, wie sie sie mit Intel bereits einmal hatten: Sie geben den Weg, das Ziel vor, die OEMs und Consumer folgen. Dabei ist hier der Zeitabstand etwa ein bis zwei Jahre. Damit aber die OEMs folgen können, muss Microsoft schon bereits mit einem funktionierenden Gerät in Vorleistung treten, dieses also bis zur Marktreife entwickelt haben. Wobei die Vorstellung eines neuen Geräts im Schnitt rund ein halbes Jahr vor dessen Verfügbarkeit im deutschen Markt liegt.

Oben sprach ich von der Displayentwicklung von etwa 20-40 Jahren. Software ist nur unwesentlich schneller. Microsoft hat mit der OneWindows-Strategie bereits sehr früh angefangen. Erstes übergreifendes Produkt war Windows NT 4.0/Windows XP, deren Entwicklung ihre Wurzeln aber bereits in den 80er Jahren hatte. Der Smartphone-Bereich ist erst mit Windows 8.0 dazu gekommen; Windows Mobile war ein Zwischenschritt von Windows CE (dem Vorläufer unseres heutigen Windows 10 IoT) hin zu Windows 10. Für den Außenstehenden sind das nur unverständliche „Brüche“ und „Strategieänderungen“, für den Insider logische und folgerichtige Entwicklungen mit teilweise leider für den Anwender sinnlosen Nachteilen oder gar Rückschritten.

Man hätte sicherlich das alte Windows CE (oder welche Version der geneigte Leser hier auch immer gerne sehen möchte) weiter beibehalten und weiter entwickeln können. Und parallel dazu die Entwicklung von Windows (10) Mobile vorantreiben können. Nur, was hätte es gebracht? Es hätte doppelte Arbeit bedeutet, die Entwicklung verzögert und hätte an den Marktanteilen vermutlich nicht wirklich etwas verändert (gleiches Marketing vorausgesetzt).

Smartphones und Tablets – Quo vadis?

Wenn man die Smartphones von Apple und Android so anschaut, stellt man fest, dass sie praktisch am Ende angekommen sind. Da folgt kaum noch was wirklich neues, die Software und vor allem die Hardware ist praktisch ausgereizt. Fast alle möglichen Sensoren sind verbaut, die Akkukapazität lässt sich auch nur noch schwer heraufsetzen, wasser- und staubdicht sind sie auch und bruchfest im Großen und Ganzen soweit es geht auch. Die Ränder werden immer kleiner, die Kameras machen kaum noch Megapixelsprünge. Die Software läuft buttrig, alles, was auf einem kleinen Display machbar ist, kann gemacht werden. Bei den Apps geht der Trend wieder hin zu Webseiten, gerade bei Shopping-Apps ist das zu beobachten – das ist nur logisch, denn auf einem großen Bildschirm wirkt alles besser, es wird mehr gekauft.

Ein Fortschritt findet hier nur noch statt, wenn man es schafft, das Display zu vergrößern (Continuum/CShell und DeX, Projektor) und die Prozessorleistung zu vergrößern, damit bereits vorhandene Desktop-Programme lauffähig werden. Nur Microsoft hat hier ein Betriebssystem, das diese Entwicklung erlaubt bzw. das eigentlich bereits kann. Dass die CShell schon erste Vorboten vorausschickt, habe ich hier beschrieben (letzter Absatz unter „Objekte und OneCore“). Die Auftrennung von Windows 10 Mobile vom eigentlichen Entwicklerstrang geschieht nur wegen der CShell. Das sieht man auch ganz deutlich an der versehentlich geleakten Build 16212, die auf einem HP Elite X3 zum Laufen gebracht wurde.

Sieht man sich die Tablets an, so hat die Entwicklung hin zu „Business-Tablets“, also Tablets, die auch normale Desktop-Programme ausführen können, bereits stattgefunden. Nach dem Fehlgriff mit Windows RT macht Microsoft inzwischen hier das Rennen bei den Neuverkäufen.

Ein paar Anmerkungen

Anmerkung zu Betriebssystemen von Apple und Google: Bei Apple sind MacOS und iOS zwei komplett unterschiedliche Betriebssysteme, bei Android fehlt ein echtes PC-Betriebssystem, allenfalls eine Linux-Distribution könnte hier den Platz einnehmen. Und die sehe ich noch nicht. Und mit Verlaub – ChromeOS ist kein Business-fähiges Betriebssystem. Selbst das Projekt Fuchsia benötigt noch Jahre der Entwicklung. Bedenkt beim Vergleich der Betriebssysteme bitte auch immer die Integration in extrem große Unternehmen mit vielerlei Rechten, Profilen (Stichworte bei Microsoft: Active Directory, Rechte und Berechtigungen, Gruppenrichtlinien). Mobile Device Management ist da nur ein Teilbereich, eine Variante davon.

Anmerkung zu ChromeOS und den Schulen: ChromeOS ist ein aufgebohrtes Smartphone-Betriebssystem, für das es zwar jede Menge Apps, aber keinerlei Desktopprogramme gibt. Kinder mögen sich zwar daran gewöhnen, aber für die spätere Arbeitswelt werden sie weiterhin nicht an Windows bzw. Desktop-Programmen vorbeikommen. ChromeOS mag man vielleicht für die Bildung nutzen können, aber nicht für die Ausbildung/Vorbereitung auf die spätere Arbeitswelt. Aber wie heißt es so schön: Wehret den Anfängen! Das ist mit ein Grund für Windows 10 S.

Anmerkung zu Windows 10 S und dem Store: Das S steht für Security und nicht für School, obwohl es in der Bildung einen Haupteinsatzort erst mal haben dürfte. Außerdem ist inzwischen das Bewusstsein für Apps und den Microsoft Store geschärft und viele neue Apps kommen in den Store oder sind in der Entwicklung. Der Microsoft Store ist dabei nicht mit dem Apple Store oder dem Play Store zu vergleichen, denn er setzt weniger auf Consumer-Apps, sondern viel mehr auf Qualität und Business (obwohl hier auch noch Lücken klaffen). Windows 10 S gibt es eigentlich ja schon länger, denn mit Gruppenrichtlinien kann man ein Windows 10 Pro derartig einschränken, dass es ein Windows 10 S ist, oder noch weiter, bis nur noch eine Anwendung gestartet werden kann, das nennt sich dann Kioskmode.

Was ist realistisch?

Gehen wir also gedanklich wieder einen Schritt zurück und überlegen wir uns, wie ein sehr kleiner 3-in-1/All-in-One-PC beschaffen sein müsste, der unsere aktuellen (!) Ansprüche für eine ganze Zeit, bis die Hololens massentauglich und tragbar ist (ich hoffe da auf die OEMs und Apple, Apple hat ja schon angefangen, die Massen mit einfachsten 3D-Funktionen anzufixen), erfüllen kann. Was müsste das Gerät können, wie müsste es sein?

  1. Es müsste klein sein und leicht, deutlich unter 1 kg, 250-300 g erscheinen denkbar.
  2. Sein Bildschirm sollte mindestens 10“ haben. Für den Anschluss eines großen Bildschirms ist ein aufgebohrtes Continuum oder eine neue Shell (die CShell), die Continuum ersetzt, notwendig. Denkbar ist hier auch ein klappbarer Bildschirm. Bei einfacher Faltung (C-Faltung) liegt der Bildschirm außen, einer wird zeitweise abgeschaltet. Liegt er jedoch innen ist ein zusätzliches kleineres Display (evtl. eInk) für Benachrichtigungen/Anrufe notwendig. Oder der Bildschirm wird doppelt gefaltet (Z-Faltung). Alternativ wäre auch ein Projektor-Adapter denkbar.
  3. Es braucht WLAN, Bluetooth, USB-C oder USB. Keine Kopfhörerbuchse, es gibt ja Bluetooth. Sowie SIM-Slot (und/oder eSIM wäre wünschenswert) und SD-Karten-Slot.
  4. Es sollte Desktopprogramme ausführen können. (Das ist langfristig nicht so wichtig, wenn immer mehr Hersteller ihre Programme zu UWP-Apps portieren/umschreiben. Mittelfristig kann es aber einen enormen Hebel entwickeln.) Dafür ist dann mindestens ein Snapdragon 835 oder eine noch leistungsfähigere und gleichzeitig extrem verbrauchsarme CPU notwendig.
  5. Es sollte ausreichend eingebauten Speicherplatz bieten, mindestens 128 GB.
  6. Der Arbeitsspeicher sollte – wegen der Desktop-Programme und der Emulation – rund 6-8 GB groß sein.
  7. Man muss unterwegs einigermaßen gut tippen können (für E-Mails und kürzere Texte, max. zwei, drei Seiten), alternativ braucht man eine gut funktionierende Sprachsteuerung oder eine kleine, klappbare Bluetooth-Tastatur für mehr Komfort.
  8. Stiftunterstützung ist immens wichtig – wer nicht tippt, der notiert.
  9. Oder diktiert – also Mikrofon.
  10. Telefonie ist wichtig, ich will ja nicht zwei Geräte mit mir rumschleppen (Laptop und Handy).
  11. Medienfähig muss es sein: Musik hören, Videos schauen/vorführen – also eingebaute Lautsprecher.
  12. Der Massengeschmack muss auch bedient werden: Kleinere Spiele, Musik hören, Videos anschauen, soziale Netzwerke – also Apps. Allerdings dürfte hier das Microsoft-Angebot angesichts der sonstigen Vorzüge locker ausreichen.
  13. Es sollte schick aussehen, Optik ist sehr wichtig.
  14. Da es für den Business-Bereich gedacht ist, muss es unbedingt genauso wie ein herkömmlicher PC administrierbar sein. Da wir aber hier von OneWindows sprechen, ist auch ein derartiges neues Gerät mit wenigen Einstellungen so zu verriegeln und verrammeln, dass es Windows 10 S entspricht, wie es unter Windows 10 Pro ja auch möglich ist (siehe Grafik oben).

Und: Da es von Microsoft kommt, muss es ein Referenzgerät sein. Das bedeutet, dass es von sehr guter Qualität sein muss und dass der Preis einen Tick höher sein dürfte als für Preis/Leistung her erschwinglich. Die Einbindung in die Surface-Brand dürfte sicher sein.

Realistisch ist jeder einzelne Punkt für sich genommen schon, aber alle zusammen?

Das Smartphone ist tot – meine Einschätzung und ein paar Gerüchte

Auf der Computex wurde ja ein erster Proto-Prototyp eines PCs gezeigt: Ein Smartphone-ähnliches Gehäuse (größer, dicker) für die Peripherie mit drangelötetem neuem Mainboard mit neuem Snapdragon 835 drauf. Das ist natürlich noch ein dicker Brummer. Das ist allerdings nicht weiter verwunderlich, denn alle Bauteile sind noch einfache Serienteile oder auch Prototypen, die noch nicht endgültig in Form und Passform, der Lage der Anschlüsse etc. pp. aufeinander abgestimmt sind. Nach meinen Erfahrungen dazu gehe ich aber davon aus, dass die Integration aller Bauteile auf eine wesentlich kleinere Form möglich sein müsste. Der allgemeinen Entwicklungsgeschwindigkeit zufolge ist daher anzunehmen, dass in etwa einem halben Jahr (bis Jahr) die ersten Geräte angekündigt werden könnten, dass dann die Serienreife erreicht sein dürfte. Damit wären dann die Geräte in etwa einem Jahr (bis anderthalb Jahren) auf dem Markt erhältlich.

Kurzfristig (vorraussichtlich nächstes Jahr) erwarte ich daher, ein neues Gerät von Microsoft zu sehen, das in die skizzierte Richtung gehen wird. Sehr wahrscheinlich mit Windows 10 ARM, sehr wahrscheinlich unter dem Surface-Branding. Denkbar ist ein klappbarer Bildschirm, dann könnte die eine Hälfte/das eine Drittel auch als „Tastatur“ oder zur Anzeige verwendet werden. Denkbar ist auch ein separater Mini-Projektor. Die Gerüchte dazu brodeln ja seit 2015. Die letzten sprachen von drei verschiedenen Modellen Anfang 2017, die neuesten, angefeuert von Satya Nadella himself, gehen von einem Modell Ende 2017 aus. Letzteres halte ich für realistisch und bezüglich der Produktion/des Marktes für am sinnvollsten. Es ist ein wenig ambitioniert, aber auch Frühjahr 2018 fände ich zwar ein wenig spät, aber verständlich. (2015 bis 2018 sind drei Jahre – Wie lange brauchte Apple für sein erstes iPhone?!) Folgende Bilder könnten – rein von der Idee her – daher sehr gut passen:

Mögliche Stolpersteine

Es gibt aber drei Haken an meiner Einschätzung, die natürlich die weitere zeitliche Entwicklung ziemlich beeinflussen können.

  • Die CShell. Bislang hatte ich meine Zweifel, dass die CShell rechtzeitig fertig wird. Aber dank des 16212-Lapsus können wir sehen, dass die CShell schon so gut wie fertig ist. Ich vermute daher, dass wir im Spätsommer/Herbst die CShell in den Ringen sehen werden. Und vermutlich auch auf den potentesten aktuellen Smartphones, also z.B. HP X3 und Lumia 950.
  • Der X86-Emulator. Dieser verschlingt natürlich sehr viele Prozessorressourcen. Windows 10 ARM mag vielleicht auf den aktuellsten ARM-Prozessoren lauffähig sein, aber ist es das auch noch mit Emulator? Und wie gut bedienbar sind darauf Desktop-Apps? Auf dem Prototypen der Computex lief z.B. Excel und Word – offensichtlich in der Desktop-Variante und nicht die „gekürzte“ Mobile-Variante. Ob das allerdings echte Desktop-Apps waren, die auf einem X86-Emulator liefen, oder die neuen Office-UWP-Apps: Das wurde weder gesagt, noch erwähnt, noch konnte man das abschätzen. Der Start von Excel hätte vielleicht Hinweise geben können, aber der war auch nicht zu sehen, es war bereits geöffnet. Aber auch hier bleibt noch Zeit zur Entwicklung, das Testing erfolgt aber nur intern, da extern die Geräte fehlen… oder lässt sich Windows 10 ARM dann auf einem Samsung S8 installieren? Wer weiß…
  • Der klappbare Bildschirm. Das Patent ist bekannt, aber ich habe noch keinen Prototypen gesehen (obige Bilder sind ja nur Bilder). Außerdem bin ich mir nicht sicher, wie groß ein minimal nutzbarer Bildschirm sein muss, bzw. wie groß dieser dann zusammengeklappt (längs oder quer?) wäre. Und ob diese Größe dann als Telefon überhaupt noch einigermaßen bequem nutzbar wäre. Denkbar ist aber auch der Verzicht darauf unter Ausnutzung der CShell und externer Bildschirme mit Dockingstationen (kennen wir ja schon von Laptops oder als Continuum/DeX). (Das würde mir persönlich fast schon besser gefallen.)

Die weitere Entwicklung im Markt

Mittelfristig (zwei bis fünf Jahre) werden wir vermutlich kaum oder nur kleine Änderungen am Smartphonemarkt sehen, je nachdem, wie die Käufer auf das neue Gerät reagieren. So ein Umbruch geschieht normalerweise nur langsam, weil viele Gewohnheiten daran gekoppelt sind. Selbst das Smartphone brauchte ein paar Jahre. Natürlich nicht bei der jüngeren Generation, aber die sind sowieso immer schneller. Die Middle-Agers und der Business-Sektor sind das Ziel: Warum soll man sich eine völlig neue Technik kaufen, wenn die alte Technik auch ausreicht und/oder man sich vielleicht sogar umgewöhnen muss?

Spätestens aber, wenn ein neuer Laptop oder ein neues Tablet ins Haus steht und der alte Desktop-PC, der nur selten eingeschaltet wird, das Zeitliche segnet, spätestens dann wird man sich überlegen: Kaufe ich mir ein neues Smartphone UND ein Tablet UND einen neuen PC/Laptop ODER kaufe ich mir das neue XYZ? Speziell im Business-Bereich kann hier ein solches Gerät sehr interessant sein. Der administrative Aufwand würde sich um die Hälfte oder sogar Zweidrittel verringern. Das kannbei mehreren hundert Mitarbeitern einen riesigen Unterschied ausmachen.

Die ersten, die diese „kategoriedefinierenden Geräte“ einsetzen werden, werden also hippe Menschen/Betriebe aus der Arbeitswelt sein. Eben die, die als erstes einen echten Nutzen davon haben werden.

Und was ist dann mit den Smartphones? Die sind tot, denn Smartphone kann man dieses neue Gerät nun wirklich nicht mehr nennen. Sie sind tot, sie wissen es nur noch nicht.

Aber wie seht Ihr das? Was denkt Ihr, was kommt nach dem Smartphone? Teilt Ihr meine Einschätzungen?


Dieser Text ist in Teilen ein spekulativer Bericht und auch Meinungsbeitrag. Die Meinung des Autors spiegelt nicht notwendigerweise die Ansichten von WindowsUnited oder anderer Mitarbeiter wider.

Quellen:

Artikelfoto: Original von Klaus Baum. Bearbeitet von ExMicrosoftie

Grafik: ExMicrosoftie

Conceptfotos von „Surface Phones“: www.concept-phones.com und WindowsUnited

Andere Bilder und Video: Microsoft