DIN-Normen zum Spielplatz.

„Spielplätze und Spielgeräte müssen seit 1998 der europäischen Norm DIN EN 1176 und 1177 entsprechen. Davor galt die deutsche Norm DIN 7926. Ebenfalls zu beachten sind die DIN 18034 (Anforderungen und Hinweise für Planung und Betrieb) und für Spielplätze in Schulen und Kindergärten die Merkblätter der GUV (Gemeinde-Unfall-Versicherung).“ (aus der Wikipedia)

Leider sind die DIN nicht kostenlos zu erhalten. Daher hier nur auszugsweise, was sich finden ließ. Ohne Gewähr.

DIN EN 1176 und DIN EN 1177.

Diese DIN enthalten Regelungen zur Gestaltung, Material, Sicherheitsaspekte etc. zu den Spielgeräten.

DIN 18034.

Erreichbarkeit der Spielflächen

– Spielflächen im Gemeinde/Ortsteilbereich für Kinder und Jugendliche über 12 Jahre: bis zu 1.000 m Entfernung (Fußweg).

– Spielflächen im Quartiersbereich für Kinder von ca. 6 – 12 Jahren: bis zu 400 m Entfernung (Fußweg).

– Spielflächen im Nachbarschaftsbereich für Kinder unter 6 Jahren: bis zu 200 m Entfernung (Fußweg, Sichtweite und Rufweite der Wohnung).

Es ist anzustreben, alle Spielflächen in ein Grünflächen-, sowie Fuß- und Radwegesystem einzubinden (Vernetzung), um eine Verkehrsgefährdung der Nutzer nach Möglichkeit zu vermeiden. Die zu benutzenden Straßen sollen möglichst verkehrsarm sein (Geschwindigkeitsbegrenzung und Verkehrsberuhigung).

Orientierungswerte für den Flächenbedarf

Die angegebenen Flächengrößen stellen Orientierungswerte für den Flächenbedarf dar:

– Spielfläche, bis 5/6 Jahre 0,75 m² / Einwohner, 0,50 m² / Einwohner, Netto

– Spielfläche, ab 12 Jahre 0,75 m² / Einwohner

– Spielfläche für Erwachsene 1.0 m² / Einwohner, Netto

Schneidhain hat ca. 3000 Einwohner, daraus ergibt sich:

– Spielfläche für Kinder: 2.250 m²

– Spielfäche ab 12 Jahre: 2.250 m²

– Spielfläche für Erwachsene: 3.000 m²

Wer sich an die Definition des Spielbereichs A in der bisher gültigen DIN-Norm erinnert, wird wissen, daß dieser qualitativ einem Aktivspielplatz bzw. einer Jugendfarm entsprach (hier waren u.a. Spielhaus, Abenteuerspiele, Tierhaltung und Pflanzenbau vorgesehen). In der neuen DIN-Norm wird ausdrücklich eine naturnahe Ausstattung, eine weitere Ausdehnung des Flächenbedarfs angeregt bzw. vorgesehen, um auch der „natürlichen Regenerationsfähigkeit von Flora und Fauna“ Rechnung zu tragen.

Hier wurde bereits für den Quartiersbereich (entspricht in etwa dem bisherigen Spielbereich B) eine Mindestfläche von 5.000 m², für den Gemeinde- bzw. Ortsteilbereich (bisheriger Spielbereich A) sogar
eine Mindestfläche von 10.000 m² festgelegt.

– Eine zum Spielen ausgewiesene Fläche im Quartiersbereich erfordert eine Mindestgröße von 5.000 m² und sollte in max. 400 m fußläufig erreichbar sein (für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren). Der Ortsteil Schneidhain ist ein sogenannter Quartiersbereich.

– Eine zum Spielen ausgewiesene Fläche im Ortsbereich erfordert eine Gesamtfläche von mindestens 10.000 m² und sollte in max. 1.000 m fußläufig erreichbar sein.

Einfriedungen

Kinderspielplätze sind grundsätzlich mit einer Begrenzung zu versehen, bei Neuanlagen sind zudem strengere Lärmschutzvorschriften zu beachten. In der DIN 18034 ist festgelegt, wie die Einfriedungen (Umrandungen der Spielplätze) auszusehen haben.

Die Einfriedungen sollen die Aufmerksamkeit beim Verlassen des Spielplatzes wieder auf den Straßenverkehr lenken. Den Kindern muss durch die Umzäunung bewusst sein, dass sie den Spielbereich verlassen. Einfriedungen können z.B. durch Zäune oder als dichte Hecken ausgebildet werden.

Ballspielbereiche müssen mit mind. 4 m hohen Schutzgittern zu angrenzenden Grundstücken und Straßen abgegrenzt werden.

Bei einer Neuanlage sind Rollschuhbahnen mit Lärmschutzwänden zu versehen.

Mindestabstand eines Bolzplatzes zu einem Wohngebiet: 30 m

Flächenbedarf der Spielgeräte

Bei Spielgeräten gibt es einen sogenannten Fallraum und einen Freiraum. Das Mindestmaß für einen Fallraum beträgt 1,5 m, bei Karussells sogar mindestens 2 m.

Für eine normale Doppelschaukel mit einer Balkenhöhe von 210 cm ist allein ein Fallraum (Fallschutzfläche) von ca. 7,5 x 3,5 Metern vorzusehen. Der Freiraum muss also noch größer sein.

Fall- und Freiraum seitlich des Karussells mindestens 2 m.

Fazit: Auf dem neuen Spielplatzgelände findet nur ein Bruchteil der Spielgeräte Platz, die bisher vorhanden sind.